5 Lattenrostabstände, die zur Bettbreite wirklich passen
Am Ende zählt nur eins: Der Raum muss begehbar bleiben. Ein Bett, das den Zugang zum Fenster oder zum Schrank versperrt, wird schnell zum Ärgernis. Wer sich unsicher ist, markiert die Bettumrisse mit Kreppband auf dem Boden. So sieht man vor dem Kauf, ob der Raum noch funktioniert. Ein Schlafzimmer verträgt nur so viel Bett, wie es nach dem Aufstehen noch beweglich lässt.
Ein häufiger Fehler ist das Bett direkt an die niedrige Seite der Schräge zu stellen, weil dort optisch Platz frei scheint. Beim Aufstehen aus dem Bett ist diese Fläche jedoch oft zu knapp. Besser ist eine Positionierung, bei der die niedrige Schräge an der Seite oder am Fußende liegt und das Kopfteil an einer höheren Wand steht. Ist das nicht möglich, hilft ein Bett mit niedrigem Kopfteil oder ganz ohne Kopfteil, kombiniert mit einer Wandpolsterung, die flach aufliegt.
Der Abstand der Latten im Lattenrost entscheidet mit darüber, wie gut eine Matratze aufliegt und wie lange sie ihre Form behält. Viele kaufen zuerst die Matratze und suchen dann irgendeinen Rost, der halbwegs ins Bettgestell passt. Genau hier entstehen die meisten Fehler. Wer den Lattenabstand zur Bettbreite und zum Matratzentyp passend wählt, verhindert durchhängende Liegeflächen und Druckstellen.
Die Bettgröße bestimmt nicht nur den Komfort, sondern auch, wie viel Bewegungsfreiheit im Schlafzimmer bleibt. Wer ein Bett kauft, ohne die Raummaße zu prüfen, steht später vor einem Problem: Die Schranktür lässt sich nicht mehr öffnen, der Nachttisch passt nicht oder der Weg zum Fenster ist blockiert. Deshalb gilt: Zuerst den Raum messen, dann das Bett auswählen – nicht umgekehrt.
Warum die Matratzenhöhe den Federweg verändert Ein Taschenfederkern arbeitet mit einem bestimmten Federweg. Ist die Matratze zu hoch für die Box, wird dieser Weg nach unten begrenzt. Der Kern kann nicht einfedern, das Liegegefühl wird hart. Ist die Matratze dagegen zu niedrig, verrutscht sie leichter und der Kern liegt nicht satt auf. Besonders kritisch wird es, wenn zwei unterschiedlich hohe Matratzen nebeneinander in einer durchgehenden Box liegen. Dann kippt die höhere Matratze zur niedrigeren hin, und die Besucher rollen zur Mitte. Abhilfe schafft hier entweder eine Ausgleichsplatte unter der niedrigeren Matratze oder zwei getrennte Boxen.
Ein weiterer Fehler ist die Unterschätzung der Kopffreiheit. Steht das Bett direkt unter einer Dachschräge oder einem Fenster, fehlt Platz zum Aufrichten. Wer im Bett sitzt, braucht mindestens 80 Zentimeter bis zur Decke oder Schräge. Auch die Nachttische sollten nicht vergessen werden: 40 Zentimeter Breite pro Seite reichen für Lampe und Buch. Fehlt dieser Platz, wird das Bett zum Hindernis.
Wer Bettbreite, Matratzenhärte und Lattenabstand aufeinander abstimmt, merkt den Unterschied sofort. Ein zu großer Abstand lässt sich später kaum ausgleichen, ein zu enger kostet nur unnötig Geld und Gewicht. Deshalb gilt: erst Bettbreite und Nutzung klären, dann den Rost mit passendem Abstand wählen, nicht umgekehrt.
Ein weiterer typischer Fehler ist, die Matratzenhöhe mit der Gesamthöhe des Bettes zu verwechseln. Gemeint ist immer die reine Matratzenhöhe, also die Dicke des Taschenfederkerns plus Polsterauflagen. Wer hier schätzt statt misst, liegt schnell um mehrere Zentimeter daneben. Bei zwei verschiedenen Höhen in einer Box sollte der Unterschied nicht mehr als 2 cm betragen. Größere Differenzen lassen sich nur mit einer passenden Unterlage ausgleichen, die den Federweg nicht einschränkt. Wer unsicher ist, misst die Innenhöhe der Box an vier Ecken und vergleicht sie mit der Matratzenhöhe an vier Punkten. So fallen Abweichungen früh auf, bevor der Federkern Schaden nimmt.
Bei verstellbaren Rosten im Kopf- und Fußbereich ändert sich der optimale Abstand nicht, wohl aber die Belastung. Sobald das Kopfteil hochgefahren ist, lastet mehr Druck auf dem Mittelbereich. Hier sind fünf bis sechs Zentimeter Abstand auch bei 140 Zentimetern Breite ratsam. Wer unsicher ist, misst den Abstand einfach nach: Zwei benachbarte Latten an der schmalsten Stelle messen, nicht am Rand. Nur dieser Wert zählt für die Beurteilung.
Der Abstand zur Wand sollte mindestens fünf Zentimeter betragen, besser sind zehn bis fünfzehn Zentimeter. Dieser Spalt ist keine verschwendete Fläche, sondern erfüllt mehrere Funktionen. Er ermöglicht die Luftzirkulation, verhindert Feuchtigkeitsstau und erleichtert das Beziehen der Bettwäsche. Besonders an Außenwänden ist ein zu geringer Abstand problematisch, weil dort im Winter Kondenswasser entstehen kann. Steht das Bett direkt an der Wand, kann die Matratze von unten feucht werden. Ein Abstand von weniger als fünf Zentimetern führt außerdem dazu, dass sich das Bettgestell beim Aufstehen an der Wand abdrückt und Geräusche verursacht.
Beim Einlegen darauf achten, dass der Taschenfederkern nicht auf den Seitenwangen aufliegt. Er muss flächig auf dem Boxboden ruhen. Ein häufiger Fehler ist, die Matratze einfach in die Box zu drücken, ohne die Höhe zu prüfen. Dadurch entsteht ein Hohlraum unter dem Kern, und die Federn arbeiten gegeneinander. Besser ist es, die Matratze vor dem Kauf oder Einbau trocken zu testen: Box auf den Boden legen, Matratze einlegen, mit der Hand in die Mitte drücken. Gibt der Kern nach und liegt der Bezug faltenfrei, passt die Höhe. Knarzt oder blockiert etwas, ist die Höhe falsch gewählt.