4 Regeln für Wohnzimmer-Elektrik, die Nachrüsten ersparen
Die Füllung bestimmt später, wie oft gegossen werden muss. Bewährt hat sich ein Schichtenaufbau: unten grobes Material wie Strauchschnitt, darüber Laub und Rasenschnitt, dann kompostierbare Küchenabfälle, oben eine Mischung aus Kompost und Gartenerde. Diese Schichten verrotten langsam, setzen Wärme frei und halten Feuchtigkeit. Wichtig ist, jede Schicht leicht anzudrücken, aber nicht zu verdichten. Reine Blumenerde sackt schnell zusammen und trocknet an heißen Tagen innerhalb weniger Stunden aus.
Die Wohnung heizt sich im Sommer nicht wegen der Außenluft auf, sondern wegen der Sonne, die durch die Scheiben fällt. Deshalb beginnt jede Kühlung mit Verschattung von außen. Rollläden, Markisen oder außen liegende Jalousien halten die Strahlung ab, bevor sie das Glas erreicht. Innen liegende Vorhänge wirken kaum: Die Wärme ist bereits im Raum und wird nur teilweise reflektiert. Wer nur morgens kurz die Rollläden schließt, verliert den Effekt, sobald die Sonne nach Westen wandert. Ost- und Westfenster brauchen die Verschattung länger als Südfenster, weil die flach stehende Sonne tief in den Raum eindringt.
Beginne mit einer einfachen Prüfung. Halte bei geschlossenem Fenster und geschlossenem Rollladen eine Kerze oder ein dünnes Stück Papier an den Rand der Führungsschiene, an den Übergang zur Wand und an die Fensterbank. Flackert die Flamme oder bewegt sich das Papier, sitzt dort eine undichte Stelle. Prüfe bei Wind von außen, sonst bleibt der Test unzuverlässig. Notiere, welche Stellen tatsächlich ziehen, statt pauschal die ganze Laibung zu bearbeiten.
Bei doppelt beplankten Wänden sollte die Fuge auf beiden Seiten der Beplankung gedichtet werden, nicht nur auf der sichtbaren Seite. Wer nur außen abdichtet, lässt dem Schall den Weg über die innere Plattenkante offen. Auch Steckdosen und Schalter durchbrechen die Schallschutzhülle. Sie gehören in Hohlwanddosen mit elastischer Hinterfütterung, nicht einfach in die Platte geschnitten. Jede starre Verbindung zwischen den beiden Wandschalen leitet Schall weiter.
Licht und Schalter vor der Verkabelung festlegen Beleuchtung braucht mehr als einen Deckenauslass. Sinnvoll sind getrennte Stromkreise für Grundlicht, indirekte Beleuchtung und Akzentlicht. Deckenauslässe gehören mittig über die geplante Sitzfläche, nicht über den Raummittelpunkt. Schalter sollten an den Laufwegen liegen: am Eingang, an der Terrassentür und neben dem Sofa. Ein Dimmer ist nur dann nutzbar, wenn das Leuchtmittel dafür geeignet ist. Typischer Fehler: dimmbare LED werden an einen alten Phasenanschnittdimmer angeschlossen und flackern dann. Besser ist ein Dimmer, der ausdrücklich für LED ausgelegt ist, oder ein zentrales System mit passenden Treibern.
Bei der Nachrüstung entscheidet die Bauweise. In Beton- und Mauerwerkswänden lassen sich Leitungen nur mit Stemmarbeiten verlegen. In Trockenbauwänden oder hinter Fußleisten und Hohlräumen geht es oft ohne große Eingriffe. Wer nachträglich Steckdosen ergänzt, sollte prüfen, ob der vorhandene Stromkreis die zusätzliche Last verträgt. Eine Erweiterung um mehrere Verbraucher an einem Kreis führt schnell zum Auslösen der Sicherung. Der Schutzschalter für Fehlerströme muss vorhanden sein, sonst ist der neue Anschluss nicht zulässig. Arbeiten an der festen Installation gehören in die Hände einer Elektrofachkraft; das Anschließen eines Geräts an eine fertige Steckdose ist etwas anderes.
Für Steckdosen gilt: nicht nach Wänden planen, sondern nach Möbeln. Hinter dem Sofa, neben der Sitzgruppe, an der Medienwand und in den Raumecken werden Anschlüsse gebraucht. Eine Faustregel sind mindestens sechs bis acht Steckdosen im Wohnzimmer, verteilt auf mehrere Stromkreise. Wer viele Geräte an einer Stelle bündelt, sollte dort eine eigene Zuleitung vorsehen. Wichtig ist der Querschnitt: Für normale Wohnzimmerkreise reicht 3 x 1,5 mm², für starke Verbraucher wie Heizlüfter oder Klimageräte ist 3 x 2,5 mm² sinnvoll. Ein Fehler, der häufig vorkommt: Steckdosen werden zu niedrig gesetzt und verschwinden hinter Sockelleisten oder Regalen.
Zum Spachteln eignet sich ein faserarmierter Füllspachtel für Innenwände. Kleine Löcher und Risse mit einer Spachtelkelle kreuzweise füllen. Größere Unebenheiten in zwei dünnen Schichten auftragen, nicht alles auf einmal. Nach dem Trocknen die Fläche mit einem Schleifbrett und mittlerer Körnung abziehen. Dabei nicht zu viel Druck ausüben, sonst entstehen neue Rillen. Nach dem Schleifen die Wand erneut entstauben und grundieren. Wer das Spachteln überspringt, sieht jede Unebenheit nach dem Anstrich deutlich hervortreten.
Nasse Handtücher vor dem Ventilator oder Wasserschalen erhöhen die Verdunstungskälte, aber nur in trockener Hitze. Bei hoher Luftfeuchtigkeit bleibt der Effekt aus und die Feuchtigkeit steigt. Wer abends kocht, sollte danach sofort lüften, solange die Außenluft kühler ist. Wer nachts nicht lüften kann oder will, sollte zumindest die Fenster auf der Schattenseite öffnen und die Sonnenseite geschlossen halten. So bleibt die Wohnung erträglich, ohne dass morgens die Klimaanlage den ganzen Tag laufen muss.